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Generischer Modbus-Leser

Fast jede Anlage hat eine Steuerung, die Dinge weiß, die sonst nichts meldet: den Türkontakt der Übergabestation, die USV des Kommunikationsschranks, das Übertemperaturrelais eines Transformators, eine Brandmeldezentrale. Mit dem generischen Modbus-Leser lesen Sie solche Signale selbst aus jedem Modbus-TCP-Gerät — Sie legen fest, welche Adresse was bedeutet, sehen dabei den Live-Wert und entscheiden je Signal, ob es nur aufgezeichnet wird oder einen Alarm auslöst. Diese Anleitung führt durch die Einrichtung und erklärt jede Entscheidung auf dem Weg.

Bevor Sie beginnen

  • Das Gerät muss bereits ein Netzwerkgerät der Anlage sein, mit einer IP-Adresse innerhalb der Netze der Anlage — siehe Netzwerkgeräte verwalten. Die sichere Verbindung zur Anlage muss stehen.
  • Einen Leser einrichten und ändern dürfen nur die technischen Funktionen der Anlage: Betreiber und Technische Betriebsführung. Wer die Komponenten der Anlage sehen darf, sieht auch die Signale und ihren Zustand.
  • Halten Sie die Modbus-Liste des Geräts bereit — Tabelle, Adresse und Bedeutung jedes Signals. Ohne sie finden Sie Kontakte auch mit dem Lern-Werkzeug, brauchen dann aber jemanden vor Ort, der sie betätigt.

Wofür er gedacht ist

Der Leser macht aus Werten eines Modbus-Geräts Signale der Alarmanlage der Anlage:

  • einen Kontakt oder ein Statusbit — Tür offen, Automat gefallen, USV im Batteriebetrieb;
  • einen Messwert — eine Schranktemperatur, einen Druck, eine Batteriespannung — auf Wunsch gegen einen Grenzwert verglichen.

Jedes Signal erscheint als Live-Kachel und im Zustandsverlauf auf der Seite Alarmanlage der Anlage und öffnet — wenn Sie es so festlegen — ein Parkereignis, das Personen benachrichtigt. Zum Erfassen von Produktionsdaten ist er nicht gedacht: Wechselrichter, Zähler und Parkregler werden als Datenlogger mit ihren eigenen Adaptern angebunden.

Rein lesend

Der Leser kann ein Gerät nur nach Werten fragen. Er verwendet die vier Leseanfragen von Modbus und sonst nichts:

FunktionscodeWas er liest
1Coils
2Discrete Inputs
3Holding-Register
4Input-Register

Er schreibt nie eine Coil oder ein Register, ändert nie eine Einstellung und sendet nie einen Befehl — weder im Normalbetrieb noch in einem der Werkzeuge. Er scannt auch nie: Gelesen werden nur die Adressen, die Sie definieren oder in einem Werkzeug ausdrücklich anfragen. Adressen dazwischen werden nicht berührt.

Einen Leser einrichten

In Mirox öffnen: Datenaufnahme — oder öffnen Sie Ihre Anlagen, wählen Sie eine Anlage und wechseln Sie zum Reiter Datenaufnahme.

Ein Leser wird im selben Dialog eingerichtet wie jeder andere Logger, und Sie bleiben vom ersten bis zum letzten Schritt in diesem einen Dialog:

  1. Klicken Sie auf Logger hinzufügen, wählen Sie das Gerät aus der Liste der Netzwerkgeräte und den Adapter Generischer Modbus-Leser (nur lesend). Der Leser wird nie unter Mögliche Logger angeboten — auf der Leitung steht nicht, was die Adressen einer Steuerung bedeuten, daher wird er immer von Hand hinzugefügt.
  2. Gehen Sie weiter. Der Dialog wird breiter und führt durch die Schritte des Lesers: Gerät → Verbindung → Signale → Prüfung. Sie können jederzeit einen Schritt zurückgehen; vor dem Schritt Prüfung wird nichts gespeichert.

Die linke Seitenleiste des Dialogs zeigt die ganze Zeit den Live-Status: das Gerät und seine Adresse, ob die Live-Verbindung zur Anlage steht, die Geräteprüfung und — ab dem Schritt Signale — die Live-Werte mit dem Zeitpunkt der letzten Abfrage und der Zahl Ihrer Signale, die gelesen werden konnten. Das Abzeichen Nur lesend in der Kopfzeile erinnert daran, dass nie etwas auf das Gerät geschrieben wird.

Ihr Entwurf bleibt erhalten

Schließen Sie den Dialog oder laden Sie die Seite neu, bevor Sie gespeichert haben, bietet Mirox beim nächsten Öffnen an, Ihre ungespeicherten Änderungen wiederherzustellen.

Gerät

Der Leser ist an ein Netzwerkgerät der Anlage gebunden und liest genau die IP-Adresse dieses Geräts. Daraus folgen drei Regeln:

  • Die Adresse muss innerhalb der Netze der Anlage liegen. Ein Gerät außerhalb wird mit einem Hinweis abgelehnt.
  • Ein Gerät speist einen Leser. Liest bereits ein Leser das Gerät, fügen Sie Ihre Signale diesem Leser hinzu.
  • Ein Gerät, das ein Leser liest, kann nicht aus der Anlage gelöscht werden; löschen Sie zuerst den Leser.

Verbindung

EinstellungStandardHinweise
Name–So erscheint der Leser auf den Seiten Datenaufnahme und Alarmanlage
Port502Der Modbus-TCP-Port des Geräts
Unit-ID11–247 oder 255. 0 wird mit einer Warnung angenommen — die meisten Geräte antworten darauf nicht
Abfrageintervall60 s10–900 s. Eine Änderung, die kürzer ist als dieses Intervall, wird nicht gesehen — siehe Grenzen

Unter Erweitert finden Sie das Timeout (1–30 s, Standard 5 s), die Standard-Wort- und Byte-Reihenfolge für alle Signale und die Wahl, ob Adressen ab 0 oder ab 1 angezeigt werden.

Die Geräteprüfung in der Seitenleiste testet die Verbindung während der Eingabe: Modbus antwortet (mit einem Ergebnis je Tabelle), TCP offen, aber keine Modbus-Antwort (am Port lauscht etwas, aber es ist kein Modbus oder die Unit-ID stimmt nicht) oder Nicht erreichbar.

Signale

Der Schritt Signale ist die Werkbank: die Liste Ihrer Signale, jede Zeile mit dem, was das Gerät gerade dafür antwortet. Eine leere Liste fragt, wie Sie beginnen möchten — Signal hinzufügen, Liste einfügen oder Kontakte mit Lernen finden. Alle drei Wege sind unter Signale hinzufügen beschrieben und lassen sich beliebig mischen.

Die Werkzeuge Lesen und Lernen öffnen sich über die Werkzeugleiste neben der Liste und schließen sich wieder; in einem schmalen Fenster nimmt das Werkzeug den Platz der Liste ein, bis Sie zu ihr zurückkehren. Der letzte Schritt, Prüfung, ist weiter unten beschrieben.

Signale hinzufügen

Ein Signal ist ein Wert, der von einer Adresse des Geräts gelesen wird — dazu seine Bedeutung und was geschehen soll, wenn er sich ändert. Es gibt drei Wege, Signale hinzuzufügen. Alle enden in derselben Liste; nehmen Sie den, der zu dem passt, was Sie in der Hand haben:

Sie habenNutzen Sie
Wenige Signale oder einen Wert, den Sie sorgfältig einrichten wollenEin Signal von Hand hinzufügen
Die Signalliste der Steuerung als TabellenkalkulationEine Liste einfügen
Keine Liste oder eine, der Sie nicht trauen — und jemanden vor OrtKontakte mit Lernen finden

Während Sie arbeiten, zeigt jede Zeile ihren Live-Wert: Die Liste wird alle zwei Sekunden gelesen, sodass Sie sofort sehen, ob eine Adresse antwortet und ob ihre Bedingung gerade erfüllt ist. Nichts im Entwurf löst einen Alarm aus — das beginnt erst, wenn der Leser gespeichert ist und seine Änderungen angewendet sind.

Ein Signal von Hand hinzufügen

Wofür es gedacht ist. Volle Kontrolle über ein einzelnes Signal. So legen Sie einen Messwert mit Grenzwert an und verfeinern eine Zeile, die aus einer eingefügten Liste oder aus Lernen stammt.

Was passiert. Signal hinzufügen hängt eine Zeile an und öffnet ihren Editor an Ort und Stelle. Sobald Tabelle und Adresse gesetzt sind, wird die Zeile vom Gerät gelesen und zeigt ihren Wert; nach jeder Änderung eines Felds wird erneut gelesen. Ein Feld, das fehlt oder einem anderen widerspricht, wird in der Zeile mit einem Hinweis markiert, und Sie können erst zur Prüfung weitergehen, wenn das behoben ist.

Was zu tun ist. Der Editor hat vier Abschnitte; arbeiten Sie sie von oben nach unten durch.

  1. Signal — was es ist.
    • Name (bis zu 80 Zeichen): Das ist der Text, den Menschen in der Benachrichtigung lesen. Schreiben Sie ihn so, wie Sie es am Telefon sagen würden — „Stationstür offen“, nicht „DI 3“.
    • Art: USV, Tür / Tor, Transformator und so weiter. Sie bestimmt das Symbol, die Gruppe auf der Seite Alarmanlage und die Stufe, mit der ein neues Signal beginnt, und sie ist der Typ, der in jeder Benachrichtigung genannt wird.
  2. Quelle — wo der Wert gelesen wird.
    • Tabelle: eine der vier Modbus-Tabellen — siehe Tabellen.
    • Adresse: Geben Sie sie so ein, wie die Geräteliste sie schreibt. Der Umschalter neben dem Feld nimmt 0-basiert, 1-basiert, Modicon (40001, 30201, 400123 — die führende Ziffer nennt die Tabelle) und Hex (0x0064) an. Die Wahl 0-basiert oder 1-basiert legt auch fest, wie Adressen für diesen Leser angezeigt werden — in der Liste, in der Prüfung und auf der Seite Alarmanlage; an dem, was gelesen wird, ändert sie nichts. Beispiele: Adressen und Schreibweisen.
    • Lesen als: wie der Wert gedeutet wird. Ein Coil oder ein diskreter Eingang ist immer Ein / Aus. Für ein Register wählen Sie Einzelnes Bit eines Registers bei einem Statuswort oder einen der Zahlentypen bei einer Messung — siehe Datentypen.
    • Bit (nur beim einzelnen Bit): welches der 16 Bits des Registers. Bit 0 ist das niederwertigste. Der Live-Streifen zeigt alle 16 Bits mit Ihrem hervorgehoben, dazu die Maske (Bit 3 = 0x0008) zum Vergleich mit der Geräteliste — siehe Bit-Nummerierung.
    • Für Zahlen wahlweise eine Einheit, einen Faktor und einen Offset — siehe Skalierung.
  3. Aktiv bei — die Bedingung, ab der das Signal als aktiv gilt.
    • Ein Kontakt oder Bit: Messwert 1, Messwert 0 oder Nie. Wissen Sie nicht, wie der Kontakt verdrahtet ist, bringen Sie die Anlage in den Normalzustand und klicken Sie auf Aktuellen Zustand als normal festlegen.
    • Eine Zahl: Wählen Sie den Vergleich — über, gleich oder über, unter, gleich oder unter, gleich, ungleich — und den Vergleichswert. Für über und unter können Sie eine Hysterese angeben, damit ein Wert, der am Grenzwert pendelt, nicht immer wieder auslöst und zurückfällt.
    • Wahlweise eine Mindestdauer: Die Bedingung muss so lange ununterbrochen erfüllt sein, bevor das Signal als aktiv gilt. Lassen Sie sie auf Sofort, wenn jedes Auftreten zählt. Wie gezählt wird: Mindestdauer.
    • Die Zeile Gerade jetzt: darunter sagt, ob die Bedingung in diesem Moment erfüllt ist — die schnellste Kontrolle, ob Polarität und Grenzwert stimmen. Läuft eine Mindestdauer, steht das dort: erfüllt seit 40 s von 5 min — noch nicht aktiv.
  4. Aktion — was das Signal bewirkt: der Modus (Aus, Aufzeichnen oder Alarm) und, bei Alarm, die Stufe (Stufen). Für den Modus Alarm braucht ein Signal eine Bedingung.

Unter Erweitert finden Sie die eigene Unit-ID des Signals für ein Gerät hinter einem Gateway, die Wort- und Byte-Reihenfolge von 32-Bit-Werten und die genaue Anfrage, die an das Gerät gesendet wird.

Typische Signale:

SignalQuelleAktiv beiMindestdauerModus
Stationstürdiskreter Eingang, Ein / AusMesswert 12 min — Durchgehen löst nichts aus, eine offen gelassene Tür schonAlarm
SchranktemperaturInput-Register, Zahl, Faktor 0,1, °Cüber 45, Hysterese 310 min — eine kurze Spitze in der Nachmittagssonne löst nichts ausAlarm
USV im Batteriebetriebdiskreter Eingang, Ein / AusMesswert 0 (Ruhestromkontakt)SofortAlarm
Tordiskreter Eingang, Ein / AusMesswert 1SofortAufzeichnen

Eine Liste einfügen

Wofür es gedacht ist. Viele Signale auf einmal aus der Dokumentation der Steuerung oder der Tabelle des Errichters übernehmen, statt sie abzutippen.

Was passiert. Das Einfügen allein fügt nichts hinzu. Mirox liest den Text und zeigt eine Vorschau jeder Zeile als das Signal, das daraus würde; erst n Signale hinzufügen hängt die gültigen Zeilen an Ihre Liste an. Signale, die schon in der Liste stehen, werden nicht verändert.

Was zu tun ist.

  1. Ordnen Sie die Spalten der Tabelle in dieser Reihenfolge an — oder behalten Sie Ihre eigene Reihenfolge und setzen Sie eine Kopfzeile mit diesen Namen darüber:

    #SpalteWas Sie eintragenWenn leer
    1nameDer Name des Signals— (Pflicht)
    2addressEine einfache Zahl, ab 0 oder ab 1 gezählt, so wie der Leser Adressen anzeigt; 0x0064 oder 64h für Hex; eine Modicon-Referenz wie 40001, wenn die Spalte table leer ist— (Pflicht)
    3tablecoil, discrete input, holding register oder input register (kurz: di, hr, ir oder fc1 … fc4)Aus einer Modicon-Adresse übernommen
    4typebool, bit, uint16, int16, uint32, int32 oder float32Ein / Aus bei Coils und diskreten Eingängen; bei Registern ein einzelnes Bit, wenn ein Bit angegeben ist, sonst eine 16-Bit-Ganzzahl
    5bit0 … 15, beim einzelnen BitBit 0
    6active valueKontakt: 1 oder 0. Zahl: ein Vergleich wie >45, <=10, =3 oder !=0Kontakt: aktiv bei 1. Zahl: reiner Wert, keine Bedingung
    7kindups, door, intrusion, fire smoke, power supply, breaker, main switch, transformer, switchgear, surge protection, grid protection, cabinet climate, water leak, communication, generator, otherSonstiges
    8levelcritical, very high, high, normal, low, very lowDie Ausgangsstufe der Art
    9minimum duration5 min, 90 s, 2h; eine einfache Zahl sind Sekunden. Nur in einer Zeile mit BedingungSofort

    Die Begriffe in den Spalten table, type, kind und level werden englisch geschrieben, wie gezeigt.

  2. Kopieren Sie die Zeilen, klicken Sie auf Liste einfügen und fügen Sie sie in das Feld ein. Direkt aus einer Tabellenkalkulation kopierte Zeilen funktionieren ebenso wie durch Semikolon oder Komma getrennte.

  3. Prüfen Sie die Vorschau. Jede gültige Zeile zeigt Name, Tabelle und Adresse, wie gelesen wird, wann sie aktiv ist (mit ihrer Mindestdauer), Art und Stufe. Eine Zeile mit aktivem Wert wird ein Signal im Modus Alarm; eine Zeile ohne ist ein reiner Wert im Modus Aufzeichnen.

  4. Zeilen mit einem Problem sind rot markiert und nennen stattdessen den Fehler — zum Beispiel Unbekannte Tabelle, Keine Tabelle angegeben, und die Adresse ist keine Modicon-Referenz oder Das Bit muss eine Zahl von 0 bis 15 sein. Sie werden ausgelassen; die Schaltfläche zählt nur die gültigen Zeilen. Korrigieren Sie sie in der Tabelle und fügen Sie erneut ein, oder legen Sie sie anschließend von Hand an.

  5. Klicken Sie auf n Signale hinzufügen. Zurück in der Liste sehen Sie sich die Live-Werte an: Eine Zeile, die sich nicht lesen lässt oder aktiv ist, obwohl die Anlage im Normalzustand ist, verdient einen zweiten Blick.

Eine Liste zum Kopieren und Ausprobieren:

name;address;table;type;bit;active value;kind;level;minimum duration
Stationstür;100;discrete input;bool;;1;door;normal;2 min
USV im Batteriebetrieb;101;discrete input;bool;;0;ups;high;
Transformator Übertemperatur;40011;;bit;3;1;transformer;very high;
Schranktemperatur;200;input register;int16;;>45;cabinet climate;normal;10 min

Die dritte Zeile hat keine Tabelle: Die Modicon-Referenz 40011 macht daraus Holding-Register 10, Bit 3. Die Skalierung (Faktor, Offset, Einheit) gehört nicht zur Liste — stellen Sie sie danach in der Zeile ein.

Kontakte mit Lernen finden

Wofür es gedacht ist. Die Adresse eines Kontakts finden, wenn Sie keine Liste haben, die Liste zweifelhaft ist oder Sie den Beweis wollen, dass die eingetragene Adresse wirklich diese Tür ist.

Was passiert. Lernen liest ein kleines Fenster einer Tabelle immer wieder — den Bereich, den Sie angeben: bis zu 64 Coils oder diskrete Eingänge oder bis zu 16 Register. Die erste Abfrage ist die Ausgangslage. Von da an wird alles hervorgehoben, was von der Ausgangslage abweicht, mit dem Wert vorher und jetzt und der Zahl der Wechsel. Ein Kontakt, der betätigt wurde und schon wieder zurück ist, bleibt als geändert und zurückgekehrt stehen; ein kurzer Impuls geht so nicht verloren.

Lernen liest nur dieses Fenster. Nichts außerhalb wird berührt, kein Adressbereich wird durchsucht, und — wie überall im Leser — nichts wird geschrieben. Während Lernen läuft, pausieren die Live-Werte der Signalliste; ein Leser, der bereits in Betrieb ist, fragt weiter ab und löst weiter Alarme aus.

Was zu tun ist.

  1. Bringen Sie die Anlage in den Normalzustand — Türen zu, Automaten eingeschaltet, Netz vorhanden.
  2. Öffnen Sie im Schritt Signale Lernen (bei leerer Liste: Kontakte mit Lernen finden). Wählen Sie Tabelle, Startadresse und Anzahl für den Bereich, in dem die Kontakte zu erwarten sind. Die digitalen Eingänge einer Steuerung liegen meist nebeneinander.
  3. Klicken Sie auf Starten und warten Sie auf die erste Abfrage. Das Werkzeug meldet dann Noch keine Änderung.
  4. Lassen Sie die Person vor Ort einen Kontakt betätigen — die Tür öffnen, den Automaten auslösen — und sich Bescheid geben. Die Adresse, die sich geändert hat (bei Registern: das Bit), wird hervorgehoben.
  5. Klicken Sie in dieser Zeile auf Als Signal hinzufügen. Tabelle, Adresse, Bit und Bedingung werden eingetragen: Die Ausgangslage gilt als Normalstellung, die andere Stellung als aktiv. Geben Sie dem Signal Name und Art.
  6. Lassen Sie den Kontakt zurückstellen und wiederholen Sie das mit dem nächsten. Ist etwas durcheinandergeraten — mehrere Kontakte wurden bewegt, oder die Anlage war beim Start nicht im Normalzustand —, klicken Sie auf Neue Ausgangslage und beginnen Sie vom aktuellen Zustand aus neu.
  7. Klicken Sie auf Stoppen, wenn Sie fertig sind. Lehnt das Gerät das Fenster ab, wählen Sie ein kleineres oder ein anderes.

Aktuellen Zustand als normal festlegen

Lernen setzt die Polarität für Sie. Für getippte oder eingefügte Zeilen gibt es dieselbe Abkürzung im Zeileneditor: Ist die Anlage im Normalzustand, übernimmt Aktuellen Zustand als normal festlegen, was der Kontakt gerade liefert, als Normalstellung — die andere Stellung gilt als aktiv. Alle als normal festlegen in der Werkzeugleiste tut das für alle Kontakte auf einmal und listet vorher die Signale auf, deren Bedingung sich dadurch ändern würde.

Das Werkzeug Lesen und der Live-Status

Alles in diesem Abschnitt fragt das echte Gerät, rein lesend. Währenddessen fragt ein Leser, der bereits in Betrieb ist, weiter ab und löst weiter Alarme aus — es gibt kein blindes Zeitfenster. Je Anlage läuft eine Live-Sitzung zur selben Zeit: Sie endet mit einem Hinweis, wenn jemand anderes eine startet, und schließt sich nach 15 Minuten ohne Aktivität von selbst.

Lesen

Wofür es gedacht ist. Herausfinden, was eine Adresse wirklich enthält, wenn die Dokumentation ungenau ist — der richtige Datentyp, die Wortreihenfolge oder das Bit.

Was passiert. Eine einzige Abfrage von 1 bis 16 Adressen einer Tabelle. Das Ergebnis zeigt die Rohwörter mit je ihren 16 Bits und unter Als Zahl den Wert in jedem Datentyp und jeder Wort-/Byte-Reihenfolge. Nichts wird gescannt: Vorherige Adresse und Nächste Adresse sind jeweils eine neue einzelne Abfrage des Nachbarn.

Was zu tun ist.

  1. Öffnen Sie im Schritt Signale Lesen über die Werkzeugleiste.
  2. Geben Sie Tabelle, Adresse und Anzahl ein und klicken Sie auf Lesen.
  3. Suchen Sie die Deutung, die einen plausiblen Wert ergibt, und klicken Sie daneben auf Als Signal hinzufügen — Tabelle, Adresse, Typ und Reihenfolge werden übernommen.
  4. In einem Statuswort klicken Sie ein Bit an, um dieses Bit als Signal hinzuzufügen; was es gerade liefert, gilt als normal.

Live-Werte und Geräteprüfung

  • Live-Werte — die Signalliste wird alle zwei Sekunden gelesen. Jede Zeile zeigt den Rohwert, den dekodierten und skalierten Wert und ob die Bedingung gerade erfüllt ist — und, wenn das Lesen fehlschlug, warum: Adresse auf diesem Gerät nicht vorhanden oder Gerät hat nicht geantwortet. Die Seitenleiste fasst zusammen: Zeitpunkt der letzten Abfrage und wie viele Signale gelesen wurden.
  • Geräteprüfung — in der Seitenleiste: Ist der Port offen, spricht das Gerät Modbus, und welche der vier Tabellen antworten.
  • Anfrage auf der Leitung — unter Erweitert in einer Zeile: die genaue Anfrage, die für dieses Signal gesendet wurde.

Prüfung

Der letzte Schritt liest jedes Signal noch einmal vom Gerät und zeigt, was gespeichert wird: den Leser, seine Alarmanlage und die Signale nach Modus. Bearbeiten Sie einen bestehenden Leser, listet er außerdem die Signale auf, die entfernt werden (ihr Verlauf bleibt, ihre offenen Alarme werden geschlossen), und jene, die danach anders gelesen werden.

Zwei Befunde brauchen Ihre Aufmerksamkeit, bevor Sie speichern können:

  • Signale, die nicht gelesen werden können, blockieren das Speichern, bis Sie ihre Adresse korrigieren oder sie ausschalten — Ausschalten erledigt das gleich dort.

  • Signale, die sofort auslösen würden. Ein Signal im Modus Alarm, dessen Bedingung gerade jetzt erfüllt ist, wird mit dem Hinweis aufgelistet, dass es einen Alarm auslösen würde, sobald der Leser bereitgestellt ist — sofort oder nach seiner Mindestdauer, die daneben steht. Das ist wörtlich gemeint: Die erste Abfrage nach dem Anwenden der Änderung öffnet einen Alarm, und Menschen werden benachrichtigt — bei einem Signal mit Mindestdauer, sobald diese Zeit vergangen ist und die Bedingung noch erfüllt ist. Sehen Sie sich jedes einzeln an:

    • Die Bedingung liegt wirklich vor (die Tür ist offen): in Ordnung, der Alarm ist richtig.
    • Die Anlage ist im Normalzustand: Die Polarität ist falsch. Gehen Sie zurück zu Signale und nutzen Sie Aktuellen Zustand als normal festlegen.

    Um fortzufahren, setzen Sie den Haken bei Mir ist bewusst, dass diese Alarme sofort oder nach ihrer Mindestdauer ausgelöst werden.

Konnten die Signale nicht noch einmal gelesen werden — etwa weil die Live-Verbindung beendet wurde —, können Sie trotzdem speichern; dasselbe gilt dann ungesehen: Ein Alarmsignal, dessen Bedingung erfüllt ist, löst seinen Alarm aus, sobald der Leser bereitgestellt ist.

Speichern und Änderungen anwenden

Beim Speichern wird die Definition des Lesers abgelegt; der Datensammler der Anlage verwendet sie, sobald die Änderung bereitgestellt ist.

  • Speichern und bereitstellen wendet sie sofort an. Der Datensammler der Anlage startet neu, und alle seine Datenquellen pausieren für etwa eine Minute. Ein Signal mit Mindestdauer beginnt nach diesem Neustart neu zu zählen; ein bereits offener Alarm bleibt währenddessen offen.
  • Nur speichern lässt die Änderung ausstehen. Wenden Sie sie später mit Änderungen anwenden auf der Seite Datenaufnahme an, zusammen mit anderen ausstehenden Änderungen.

Speichern und bereitstellen wendet auch jede andere ausstehende Änderung der Anlage an, genau wie das Anwenden der ausstehenden Änderungen auf der Seite Datenaufnahme, und wird nur Personen angeboten, die dort bereitstellen dürfen. Hat sich nichts geändert, was die Anlage liest — nur ein neuer Name oder eine neue Stufe —, heißt die Schaltfläche einfach Speichern, und es ist keine Bereitstellung nötig.

Der Reiter Signale der Seite Alarmanlage zeigt, wo jeder Leser steht: Noch nicht bereitgestellt, Änderungen ausstehend oder Bereitgestellt.

ÄnderungMuss bereitgestellt werden
Name, Art, Stufe, Einheit eines Signalsnein — sofort
Modus zwischen Aufzeichnen und Alarmnein — sofort
Modus zu oder von Ausja
Adresse, Tabelle, Datentyp, Bit, Wort-/Byte-Reihenfolge, Skalierung, Bedingungja
Mindestdauerja
Signal hinzufügen oder entfernenja
Port, Unit-ID, Timeout, Abfrageintervallja

Um Signale später zu ändern, nutzen Sie Signale bearbeiten am Leser — auf der Seite Datenaufnahme oder im Reiter Signale. Hat jemand anderes den Leser inzwischen geändert, weist der Assistent Sie darauf hin und lässt Sie neu laden, ohne dass Ihr Entwurf verloren geht.

Das Löschen eines Lesers wirkt sofort: Der Datensammler startet neu, und alle ausstehenden Änderungen der Anlage werden dabei angewendet. Für den Leser noch offene Alarme werden ohne Benachrichtigung geschlossen; die Alarmanlage, die der Leser gespeist hat, wird mit ihm entfernt, sofern sie keine anderen Signale mehr hat. Ihre Ereignisse bleiben in der Aktivitätsliste der Anlage erhalten, ebenso die aufgezeichneten Zeitreihen. War es die letzte Alarmanlage der Anlage, verschwinden die Seite Alarmanlage und ihr Navigationseintrag wieder, bis ein neuer Leser eingerichtet wird.

Was Sie danach sehen

Sobald die Änderungen angewendet sind, fragt der Leser das Gerät in seinem Intervall ab, und die Seite Alarmanlage der Anlage füllt sich. Ist es der erste Leser der Anlage, erscheint die Seite von selbst in der Navigation der Anlage.

  • Reiter Status — eine Live-Kachel je Signal, nach Art gruppiert. Ein Kontakt zeigt Aktiv oder Normal und seit wann; ein Messwert zeigt die Zahl mit ihrer Einheit; ein Signal im Modus Aufzeichnen trägt den Vermerk nur aufgezeichnet. Unter den Kacheln stehen der Verlauf jedes Signals über 24 Stunden, 7 Tage oder 30 Tage und die Liste Ausgelöste Alarme.
  • Reiter Signale — der Leser mit seinem Zustand (Noch nicht bereitgestellt, Änderungen ausstehend oder Bereitgestellt) und der Angabe, ob er liest, sowie die Signaltabelle mit aktuellem Wert, Modus und Stufe. Name, Art, Stufe und der Wechsel zwischen Aufzeichnen und Alarm lassen sich gleich dort ändern und gelten sofort; Signale bearbeiten öffnet für alles andere wieder den Dialog.
  • Seite Datenaufnahme — der Leser erscheint unter den Loggern der Anlage.

Ein Signal, das seine Mindestdauer abwartet, zeigt Normal, bis die Zeit vergangen ist.

Benachrichtigungen

Ein Signal im Modus Alarm sendet zwei Benachrichtigungen: eine, wenn es auslöst, und eine, wenn es endet. Die zweite müssen Sie nicht einrichten — das Schließen des Alarms sendet sie.

WannWas darin steht
AusgelöstDie Bedingung ist erfüllt — nach der Mindestdauer, falls eine gesetzt ist🔔 Anlage — Signalname (Typ). Der Text nennt die Alarmanlage, das Signal und seinen Typ
BehobenDie erste Abfrage, bei der die Bedingung nicht mehr erfüllt ist✅ Anlage — Signalname (Typ) behoben. Der Text nennt zusätzlich, wie lange der Alarm gedauert hat
  • Name und Typ. Beide Benachrichtigungen enthalten die Anlage, die Alarmanlage, den Namen des Signals genau so, wie Sie ihn geschrieben haben, und seinen Typ — die Art, die Sie gewählt haben, etwa USV, Tür / Tor oder Transformator, in der Sprache des jeweiligen Empfängers. Das gilt für jeden Kanal: in der App und als Push auf dem Mobilgerät, per E-Mail und per Webhook. Deshalb lohnt sich ein klarer Name.
  • Wer sie erhält. Das wird nicht am Signal eingestellt. Jede Person legt in ihren eigenen Benachrichtigungseinstellungen fest, ob die Kategorie Alarmanlage eingeschaltet ist und ab welcher Stufe; die Stufe des Signals muss diese erreichen. Ab Werk ist die Kategorie nur für den technischen Manager eingeschaltet, ab Sehr hoch, in der App.
  • Wie viele Personen das sind. Ein Admin der Organisation sieht neben der Stufenauswahl, wie viele der Personen mit Zugriff auf die Anlage bei dieser Stufe benachrichtigt würden — nur eine Zahl, nie Namen.
  • Was nichts sendet. Ein Signal im Modus Aufzeichnen. Ein Alarm, der geschlossen wird, weil sein Signal den Modus Alarm verlassen hat, entfernt wurde oder sein Leser gelöscht wurde. Ein geänderter Name oder eine geänderte Stufe — für einen bereits offenen Alarm wird niemand ein zweites Mal benachrichtigt.
  • Ein flatterndes Signal. Löst ein Signal innerhalb einer Stunde viermal aus, sendet das fünfte Mal eine einzige Zusammenfassung, und die Benachrichtigungen dieses Signals pausieren für 30 Minuten — siehe Stufen. Eine Mindestdauer oder eine Hysterese behebt meist die Ursache.

Kann der Leser das Gerät gar nicht lesen, ist das ein eigener Alarm mit eigener Benachrichtigung — siehe Wenn Signale nicht lesbar sind.

Signale definieren

Ein Signal ist ein Wert, der von einer Adresse gelesen wird, und seine Bedeutung. Jedes Signal hat einen Namen (bis zu 80 Zeichen) und eine Art — Tür, USV, Transformator und so weiter —, die sein Symbol, seine Gruppe auf der Seite Alarmanlage und seine Ausgangsstufe bestimmt.

Umbenennen erhält den Verlauf

Jedes Signal bekommt beim Anlegen einen dauerhaften internen Schlüssel. Sie können ein Signal jederzeit umbenennen; sein Verlauf und seine Ereignisse bleiben bei ihm.

Tabellen

Modbus führt vier getrennte Tabellen. In welcher ein Wert liegt, steht in der Dokumentation des Geräts.

TabelleEnthältTypische Verwendung
Coileinzelne BitsAusgänge, Schaltzustände
Discrete Inputeinzelne BitsKontakte, digitale Eingänge
Holding-Register16-Bit-WorteEinstellungen, Statusworte, Messwerte
Input-Register16-Bit-WorteMesswerte, analoge Eingänge

Adressen und Schreibweisen

Gerätelisten schreiben Adressen unterschiedlich. Das Adressfeld hat einen Umschalter für die Schreibweise, damit Sie eingeben können, was in der Liste steht:

SchreibweiseSie geben einGelesen als
0-basiert100Adresse 100
1-basiert101Adresse 100
Modicon40001Holding-Register 0
30201Input-Register 200
400123Holding-Register 122
Hex0x0064 oder 64hAdresse 100

In der Modicon-Schreibweise nennt die führende Ziffer die Tabelle — 0 Coil, 1 Discrete Input, 3 Input-Register, 4 Holding-Register —, der Rest ist die 1-basierte Nummer, in der 5-stelligen oder der 6-stelligen Form. Geben Sie in einer anderen Schreibweise eine Zahl ein, die wie eine Modicon-Referenz aussieht, bietet Mirox an, sie so zu lesen; stillschweigend umgerechnet wird nie.

Was immer Sie eingeben: Jede Zeile zeigt die Adresse in der gewählten Schreibweise, ihr Tooltip die reine 0-basierte Adresse und die Modicon-Form. Adressen reichen von 0 bis 65535.

Um eins verschoben?

Scheint jeder Wert zur Nachbaradresse zu gehören, ist die Liste 1-basiert und Sie haben 0-basiert eingegeben — oder umgekehrt. Prüfen Sie es im Lese-Werkzeug mit Vorherige Adresse / Nächste Adresse und stellen Sie dann die Schreibweise um.

Datentypen

TypFürGröße
Booleine Coil oder einen Discrete Input1 Bit
Bitein Bit aus einem Register (einem Statuswort)1 Register
uint16 / int16ganze Zahl ohne / mit Vorzeichen1 Register
uint32 / int32ganze Zahl ohne / mit Vorzeichen2 Register
float32Gleitkommazahl2 Register

Bit-Nummerierung

Beim Typ Bit wählen Sie, welches der 16 Bits des Registers gemeint ist. Bit 0 ist das niederwertigste Bit, Bit 15 das höchstwertige. Die Auswahl zeigt neben der Nummer die Maske — Bit 3 ist die Maske 0x0008 — und einen Streifen mit den 16 Live-Bits des Registers, das höchstwertige links, Ihr Bit hervorgehoben. Zählt die Geräteliste die Bits ab 1 oder vom anderen Ende, vergleichen Sie die Maske.

Wort- und Byte-Reihenfolge

Ein 32-Bit-Wert belegt zwei Register, und Geräte sind sich nicht einig, welche Hälfte zuerst kommt. Die Wort-Reihenfolge ist höherwertiges Wort zuerst (Standard) oder niederwertiges Wort zuerst. Die Byte-Reihenfolge — Big-Endian (Standard) oder Little-Endian — ist die Reihenfolge der beiden Bytes innerhalb jedes Registers. Beide haben einen Standard für den ganzen Leser und lassen sich je Signal überschreiben.

Die Antwort müssen Sie selten vorher kennen: Das Lese-Werkzeug zeigt dieselben Register in jeder Kombination dekodiert, und diejenige mit einem plausiblen Wert ist die richtige.

Skalierung und Einheit

Für numerische Typen können Sie einen Faktor und einen Offset setzen: angezeigter Wert = Rohwert × Faktor + Offset. Eine in Zehntelgrad übertragene Temperatur bekommt den Faktor 0.1. Die Einheit (bis zu 16 Zeichen) ist reiner Anzeigetext.

Geräte hinter einem Gateway

Ein Signal kann eine eigene Unit-ID tragen, die die des Lesers überschreibt. So werden mehrere Geräte hinter einem Modbus-Gateway über einen einzigen Leser gelesen.

Bedingungen und Hysterese

Die Bedingung legt fest, wann ein Signal als vorliegend gilt. Auf der Seite Alarmanlage bedeutet 1 immer „die Bedingung liegt vor“ und 0 normal — egal wie der Kontakt verdrahtet ist.

  • Kontakte und Bits — wählen Sie, welcher Wert der Alarmzustand ist: aktiv bei 1 oder aktiv bei 0. Ein ruhestromsicherer Kontakt, der bei Alarm öffnet, ist aktiv bei 0. Sind Sie unsicher, bringen Sie die Anlage in den Normalzustand und nutzen Sie Aktuellen Zustand als normal festlegen — je Zeile oder für alle Zeilen.
  • Messwerte — Vergleich gegen einen Grenzwert: gleich, ungleich, größer als, größer oder gleich, kleiner als, kleiner oder gleich.

Für die vier Schwellenvergleiche können Sie eine Hysterese angeben, damit ein Wert, der um den Grenzwert pendelt, nicht immer wieder auslöst und zurückfällt. Beispiel: größer als 70 mit Hysterese 5 liegt oberhalb von 70 vor und fällt erst bei 65 oder darunter zurück. Dazwischen behält das Signal den Zustand, den es hatte.

Ein Signal ohne Bedingung ist ein reiner Wert: Es wird angezeigt und aufgezeichnet, kann aber keinen Alarm auslösen.

Schwellenbedingungen gibt es nur hier

Einen Wert gegen einen Grenzwert zu vergleichen, ist nur für Signale des generischen Modbus-Lesers möglich — auf dem einen Gerätewert, den Sie lesen. Es ist keine allgemeine Alarmregel für Metriken der Anlage — siehe Alarmstufen.

Mindestdauer

Wahlweise können Sie je Signal festlegen, wie lange die Bedingung erfüllt sein muss, bevor das Signal als aktiv gilt — eine Minute, fünf Minuten, zehn Minuten oder jede andere Zeit bis 24 Stunden. Ohne Mindestdauer, das ist der Standard, ist ein Signal aktiv, sobald eine Abfrage die Bedingung erfüllt findet.

Wofür sie gedacht ist. Für Bedingungen, die harmlos sind, solange sie kurz bleiben: eine Tür, durch die jemand geht, eine Temperatur, die für ein paar Minuten eine Spitze hat, eine Versorgung, die kurz einbricht. Sie funktioniert für Kontakte ebenso wie für Grenzwerte; ein Signal ohne Bedingung kann keine haben.

Was passiert.

  • Die Uhr startet mit der ersten Abfrage, die die Bedingung erfüllt findet.
  • Das Signal wird aktiv bei der ersten Abfrage zum oder nach dem Ende der Mindestdauer, die die Bedingung noch erfüllt findet. Die Startzeit des Alarms ist dieser Moment — der Zeitpunkt, an dem die Mindestdauer erreicht war, nicht der, an dem die Bedingung zuerst gesehen wurde.
  • Jede Abfrage, die die Bedingung nicht erfüllt findet, setzt die Uhr zurück. Getrennte kurze Zeiträume werden nie zusammengezählt.
  • Solange die Uhr läuft, ist das Signal normal. Kachel und Verlauf zeigen Normal — nicht Kein Messwert —, und es wird nichts ausgelöst oder gesendet.
  • Nach einem Neustart des Datensammlers beginnt die Uhr neu. Jedes Bereitstellen startet ihn neu. Ist die Bedingung bei der ersten Abfrage danach erfüllt, wird das Signal nicht gemeldet, bis seine Dauer erneut vergangen ist oder die Bedingung nicht mehr besteht — die Kachel kann in dieser Zeit Kein Messwert zeigen. Ein bereits offener Alarm bleibt offen, und niemand wird ein zweites Mal benachrichtigt; eine Bedingung, die in diesem Moment neu ist, löst wie immer nach der Dauer aus.
  • Das Ende wirkt sofort. Die Mindestdauer verzögert nur das Auslösen. Die erste Abfrage, die die Bedingung nicht mehr erfüllt findet, beendet das Signal und schließt den Alarm; bei Grenzwerten gilt weiterhin die Hysterese.
  • Eine fehlgeschlagene Abfrage setzt die Uhr weder zurück, noch schließt sie sie ab; die Entscheidung wartet auf die nächste gelungene Abfrage.

Einmal je Abfrageintervall geprüft

Der Leser sieht das Gerät nur, wenn er abfragt; die Mindestdauer wird daher faktisch auf die nächste Abfrage aufgerundet. Bei einem Intervall von 60 s bedeutet 5 min: nach der ersten noch bei etwa fünf Abfragen in Folge erfüllt. Eine Mindestdauer, die kürzer ist als das Abfrageintervall, läuft auf „von der nächsten Abfrage bestätigt“ hinaus. Was zwischen zwei Abfragen geschieht, wird nicht gesehen — wählen Sie das Abfrageintervall passend.

Was zu tun ist. Stellen Sie im Zeileneditor unter Aktiv bei die Zeit in Sekunden oder Minuten ein. In einer eingefügten Liste ist es die neunte Spalte. Eine Änderung muss bereitgestellt werden.

Setzen Sie keine Mindestdauer auf Signale, bei denen jede Sekunde zählt — ein Einbruch- oder Brandalarm sollte auf Sofort bleiben.

Kurze Impulse können fehlen

Solange Sie keine Mindestdauer setzen, wird eine Änderung bei der nächsten Abfrage zum Alarm (standardmäßig 60 s, plus etwa 10 s); nichts wird verzögert oder doppelt bestätigt.

Der Leser sieht ein Signal nur, wenn er abfragt. Ein Impuls, der kürzer ist als das Abfrageintervall, kann vollständig unbemerkt bleiben; wählen Sie ein kürzeres Intervall oder lassen Sie die Steuerung das Signal speichern (Selbsthaltung).

Modi: Aus, Aufzeichnen, Alarm

ModusWird vom Gerät gelesenKachel und VerlaufÖffnet ein Ereignis
Ausneinneinnein
Aufzeichnenjajanein
Alarmjajaja, auf der Stufe des Signals
  • Aufzeichnen passt für alles, was Sie nachschlagen, aber wofür Sie nicht gerufen werden möchten — ein Tor, das täglich geöffnet wird.
  • Aus beendet das Lesen selbst. Nutzen Sie es für einen Kontakt, der dokumentiert, aber nicht verdrahtet ist, damit er nicht dauerhaft im Alarm steht.
  • Neue Signale beginnen im Modus Alarm mit der Stufe ihrer Art; für diesen Modus braucht ein Signal eine Bedingung.

Der Wechsel zwischen Aufzeichnen und Alarm gilt sofort. Der Wechsel zu oder von Aus ändert, was vom Gerät gelesen wird, und muss bereitgestellt werden. Verlässt ein Signal den Modus Alarm, wird ein dafür noch offener Alarm ohne Benachrichtigung geschlossen.

Stufen

Jedes Signal im Modus Alarm hat eine der sechs Alarmstufen, von Kritisch bis Sehr niedrig.

Für Signale, die der generische Modbus-Leser liest, vergibt der technische Betreiber der Anlage die Stufe, je Signal — nur er weiß, was ein Kontakt an dieser Anlage bedeutet. Jeder andere Alarm behält seine feste, von der Plattform definierte Stufe. Ob ein Signal Sie benachrichtigt, hängt weiterhin nur davon ab, ob Sie die Kategorie Alarmanlage eingeschaltet haben und welche Mindeststufe Sie dort gewählt haben (standardmäßig nur für den technischen Manager eingeschaltet, ab Sehr hoch).

Die Art schlägt eine Ausgangsstufe vor, die Sie ändern können:

Beginnt beiArten
KritischEinbruch, Brand / Rauch
Sehr hochNetzschutz, Transformator
HochUSV, Stromversorgung, Hauptschalter, Schaltanlage, Wassereinbruch
NormalTür / Tor, Leitungsschutzschalter, Überspannungsschutz, Schrankklima, Kommunikation, Generator, Sonstiges

Behalten Sie bei der Wahl die Bedeutung der Stufen im Blick: Kritisch steht für mögliche körperliche Gefahr und ist das, was Menschen eingeschaltet lassen. Ein zu hoch eingestuftes Signal wird bald ignoriert.

  • Wer benachrichtigt würde. Ein Admin der Organisation sieht neben der Stufenauswahl, wie viele der Personen mit Zugriff auf die Anlage auf dieser Stufe benachrichtigt würden. Es ist nur eine Zahl — nie Namen —, und sie zählt Personen, die für die Kategorie auf dieser Stufe einen Kanal gewählt haben.
  • Änderungen gelten sofort. Ein neuer Name oder eine neue Stufe wirkt sofort, ohne Bereitstellung. Ein bereits offener Alarm behält, wer dafür benachrichtigt wurde; niemand wird ein zweites Mal benachrichtigt.
  • Ein flatterndes Signal wird stummgeschaltet, nicht die Anlage. Löst ein Signal innerhalb einer Stunde viermal aus, sendet das fünfte Mal eine einzige Zusammenfassung, und die Benachrichtigungen dieses Signals pausieren für 30 Minuten. Andere Signale sind nicht betroffen, und jedes Auftreten wird weiterhin als Ereignis festgehalten.

Wenn Signale nicht lesbar sind

Antwortet das Gerät auf drei Abfragen in Folge nicht oder lehnt es eine konfigurierte Adresse dauerhaft ab, zeigt die Anlage „Meldesignale nicht lesbar“ — die Signale sind dann unbekannt, nicht normal.

  • Es ist ein eigenes Ereignis in der Kategorie Alarmanlage mit der festen Stufe Hoch, und es sendet eine Entwarnung, sobald das Lesen wieder funktioniert.
  • „Drei Abfragen“ richtet sich nach Ihrem Abfrageintervall: etwa 30 Sekunden bei 10 s, drei Minuten beim Standard von 60 s, 45 Minuten bei 900 s.
  • Solange ein Signal unbekannt ist, wird nichts zurückgesetzt: Ein offener Alarm bleibt offen, bis das Gerät selbst die Bedingung als beendet meldet. Ein fehlender Messwert wird im Verlauf als Lücke gezeichnet und markiert die Kachel als veraltet — nie als normal.
  • Gerät antwortet nicht weist auf den Netzwerkpfad, den Port oder die Unit-ID hin. Adresse abgelehnt weist auf die Signaldefinition hin — falsche Tabelle oder Adresse. Der Schritt Prüfung und die Live-Beobachtung zeigen, welches Signal betroffen ist.

Grenzen

  • 64 Signale je Leser.
  • Abfrageintervall 10–900 Sekunden. Alles, was kürzer ist als das Intervall, kann fehlen; ein Leser ersetzt weder einen selbsthaltenden Kontakt noch die Alarmübertragung einer zertifizierten Gefahrenmeldeanlage.
  • Ein Leser je Gerät und ein Leser je Alarmanlage.
  • Nur Modbus TCP, nur lesend — kein Schreiben, kein Scannen von Adressbereichen.
  • Ganze Zahlen und 32-Bit-Gleitkommazahlen — Bool, Bit, 16- und 32-Bit-Ganzzahlen, float32. Texte und 64-Bit-Werte werden nicht gelesen.
  • Signalwerte erscheinen auf der Seite Alarmanlage; sie sind heute nicht Teil des Metric Export oder der Berichte.
  • Eine Anlage, die noch mit einer handgeschriebenen Konfiguration läuft (siehe Datenlogger konfigurieren), kann erst nach ihrer Migration einen Leser bekommen.

Verwandte Anleitungen

  • Alarmanlage — die Seite, auf der Ihre Signale erscheinen
  • Alarmstufen — was jede Stufe bedeutet und wer ab welcher Stufe benachrichtigt wird
  • Datenlogger konfigurieren — Wechselrichter, Zähler und Steuerungen anbinden
  • Netzwerkgeräte verwalten — das Gerät finden, an das ein Leser gebunden ist
  • Benachrichtigungen — die Kategorie Alarmanlage einschalten und Ihre Mindeststufe wählen
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